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Ein fahrendes Zelt-Varité macht Station in Berlin und kam auf die Idee über einen festen Standort auch für die kalten Wintertage in der sich verändernden Stadt nachzudenken. Die Suche beginnt. Im kleinen Neumannschen Festsaal, der die Probebühne des Fernsehfunks der DDR beherbergte, wurde ein idealer Ort gefunden.
Die Künstler legten in beispielloser Eigeninitiative den Jugendstilsaal frei und mußten mehrere Kubikmeter Müll entsorgen. Das in der unmittelbaren Nachbarschaft befindliche Fuhrunternehmen unterstützte die künstlerisch-kulturellen Ambitionen ein Varité in den Hackeschen Höfen einzurichten und beseitigte mit einem Pferdefuhrwerk und Kutscherin die Altlasten.
| | Die Entdeckung der Fliegerbombe |
Die Sanierung der Hackeschen Höfe stellt insbesondere auch die Geschichte von komplizierten Abbrucharbeiten dar. Sämtliche Entkernungen dienten meist der Beseitigung von Fehlnutzungen. Dabei mussten fast alle Abbrucharbeiten mit der Hand oder mit leichtem Werkzeug durchgeführt werden, um die historische Bausubstanz nicht zu gefährden. Die Horizontaltransporte des Schuttes wurden jedoch überwiegend mittels normaler Schuttrutschen durchgeführt
Im Zuge der Abbrucharbeiten des Kinoausbaus wurde ebenfalls auf diese bewährte Methode zurückgegriffen. Der riesige Raum unter dem Tonnendach zwischen Hof 1 und Hof 2 wurde in Handarbeit entkernt und entrümpelt. Der Abbruch wurde in die Rutsche geworfen. Auf diese Weise wären weitere Handabbrucharbeiten fast überflüssig geworden, sich unter den Abraum auch eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg verirrt hatte, die offensichtlich vor fast 50 Jahren im Mauerwerk verschwunden, war, ohne zu explodieren. Bereits in der Schubkarre liegend, wurde der Blindgänger unmittelbar vor dem (erneuten) Abwurf in die Schuttrutsche durch den zufällig anwesenden Haustechnikfachmann Herrn Peternuss entdeckt. Der sofort herbeigerufene Kampfmittelräumdienst der Berliner Polizei konnte das gefährliche Objekt bergen und in einem Spezialfahrzeug zum Grunewalder Sprengplatz fahren.
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